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Räucherkerzen - scheibchenweise

von Petra Paszkiewicz
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Verein Naturvermittlung - Räucherkerzen - scheibchenweise
Räucherkerzen - scheibchenweise

Bis zum ersten Weltkrieg waren in österreichischen Marien-Wallfahrtsorten Räucherkerzen erhältlich. In Mariazell gab es diese Form von Räucherwerk auf Bestellung bis in die neunzehnachtziger Jahre.

Die einfache Rezeptur führt die Inhaltsstoffe an, nicht jedoch die jeweilige Menge. Zerkleinerte Wacholderbeeren, Arnikablüten, Weinraute, Pfefferminze und Palmkätzchen wurden mit Lärchenpech (Harz) und Bienenwachs verknetet. Aus dieser Masse formte man fingerdicke Rollen, die in Stücken beliebiger Länge (wie heute das Meterbrot) verkauft wurden. Bei Bedarf (oder, wie die Quelle anführt: „in der Not“) bediente man sich scheibchenweise, legte das Schnittgut auf die Glut und räucherte die Räume aus.

Dieses Rezept stammt aus Alltags - Pflanzen von Gestern der Arge Umwelterziehung in der österr. Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz, 1990 und ist mir bei einem Bücherflohmarkt in der Kräutergärtnerei Wagner in die Hände gefallen.

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